Vom Ende einer Liebe

 

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Auf einmal ist alles anders, ziemlich plötzlich und unerwartet.

Wir sitzen bei mir in der Wohnung und haben uns scheinbar viel zu erzählen. Die Stimmung ist locker, dank Bier, TV und meiner verspielten Katze. Wir lachen und verstehen uns super und dennoch ist es irgendwie anders geworden, nach all der Zeit, in der wir uns nicht sahen, weil du dich für eine andere Frau entschieden hast, was ich natürlich nie verstanden habe.

Damals hat mich das zutiefst verletzt, weil ich unendlich in dich verliebt war. Das ist knapp zwei Jahre her und das Leben ging einfach ohne dich weiter. Chaotisch, wild und fröhlich mit viel Schmerz, aber auch Freude und neuen wichtigen Erfahrungen.
Wenn wir uns jetzt sehen, ist alles anders. Wir sind zwei Singles, die nicht mehr zueinander finden werden. Man kann sich tatsächlich auseinander leben, was auch mir nun bewusst wird.
Wir sind uns fremd geworden und leben in zwei verschiedenen Welten, die sich fern sind.
Kein Kribbeln mehr, keine Aufregung, noch nicht einmal Vorfreude erfüllt mich, wenn wir uns spontan verabreden.
Wenn du da bist, bist du da. Wenn du nicht da bist, ist es auch nicht besonders schlimm. Die Gefühle sind so neutral geworden, dass sie weg sind und nicht mal mehr im Geringsten auftauchen.

Ich schaue dich an und warte, was in mir passiert. Nichts. Kaum zu glauben, dass ich damals schon beim ersten Anblick ausgeflippt bin und dabei total nervös wurde.
Ich kuschel mich an dich und warte, was passiert. Auch nichts.
Egal, was ich tue, es passiert nichts, nichts und nichts.
Vom Küssen brauche ich erst gar nicht zu reden und alles andere erübrigt sich damit auch.

Bin erstaunt, wie gut sich mein Herz in der Zeit regeneriert hat, obwohl es einen völligen Totalschaden erlitt.
Es hat sich so stark regeneriert, dass es kaum noch in der Lage ist, für jemand anderen euphorisch zu schlagen und es potentielle Partner vermutlich leider recht schwer bei mir haben.
Es ist verschlossen. Vielleicht so eine Art Selbstschutz? In Verbindung mit meinem schwarzen Humor?
Bestimmt.
Oder es gibt wirklich DEN Mann, der den Schlüssel zu meinem Herzen längst bei sich trägt, aber das Schloss, also mich, noch nicht gefunden hat.
Mein ‚Ex‘ ist es jedenfalls nicht.

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