Klobürstenkauf

Manche Einkäufe sind unangenehm. Vor allem die, bei denen es um die natürlichsten Dinge des Lebens geht. Dazu gehören auch die intimen Grundbedürfnisse hinter verschlossenen Türen, von denen am besten nie einer etwas erfahren sollte: Ausscheidung. Jeder tut es – keiner macht es. Zumindest nicht offiziell und schon gar nicht Frauen, weil es geheime Tatsachen sind. Denn alles, was auf der Toilette geschieht, geht niemandem etwas an. Schon gar nicht fremden Menschen. 

Aber was ist, wenn man auf einmal dazu gezwungen wird, seine Privatsphäre in der Öffentlichkeit bloßzustellen?

Früher als Teenie war es mir peinlich, als ich einmal ein Big-Pack Klopapier und Joghurt kaufte. Mehr nicht. Beim Einkaufen hatte ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht, aber als die beiden Teile so verloren auf dem langen Fließband lagen und alle Leute vor mir nur Lebensmittel kauften, war der Anblick schon ein bisschen absurd. Mir wurde plötzlich klar, dass die Kombi aus Klopapier und Joghurt ziemlich doof gewählt war. Besonders, wenn man dabei an die Trenderscheinung Laktoseintoleranz dachte. (Nein, damals kaufte ich noch keinen Soya-Joghurt, so, wie es heute in und die Laktoseintoleranz wieder out ist.)

Ich hoffte einfach, dass den anderen Leuten das nicht auffiel und sie erwachsener dachten, als ich. Insgeheim musste ich mir außerdem sehr das Lachen verkneifen, weil es einfach nur scheiße lustig aussah, wie der Joghurt mitten auf dem Klopapier stand und auf dem Fließband ruckartig geradeaus zum Ziel fuhr.

Nach dieser Erfahrung überlegte ich genauer, wann, wie und womit ich Klopapier kaufte. Bis es mir irgendwann völlig egal wurde. Wenn ich heute andere Leute beobachte, habe ich das Gefühl, dass nie jemand Klopapier kauft. Außer ich. 

Nach Klopapier gibt es noch eine Steigerung: Klobürste. Das nächste Level der äußeren Unannehmlichkeiten. Solche Käufe gehören zu meinen aktuellsten Herausforderungen und das, obwohl ich inzwischen 10 Jahre älter bin und mir nichts mehr peinlich sein müsste.

Und heute war es soweit. Lange genug stand die Klobürste auf meiner Einkaufsliste und lange genug verzögerte ich diesen speziellen Kauf. Es war auch nicht wichtig, ich teile meine Wohnung mit niemandem und die Bürste sah noch gut aus. Sie hatte nur geringfügige Verschleißerscheinungen vom Wasser und hatte sich um eine Nuance verfärbt. Vom Rost, der es irgendwie schaffte, sich in die Kunststoffborsten zu beißen.

Schon vor einem Monat wollte ich die Klobürste kaufen. Aber da hat der Rest der Ware nicht gestimmt. Zwischen Kosmetik-Produkten und Schminke hätte sie nichts zu suchen gehabt. Das hätte nicht zum Image gepasst. Nicht zur Ware und nicht zu mir. 

Alle hätten sich wahrscheinlich gefragt, warum ich eine Klobürste brauche? Geht dieses Püppchen etwa auf Klo? Die ist ja eklig. Bäh.

Also hatte ich einen perfekten Grund, den Kauf zu verschieben und war für gewisse Zeit erleichtert.

Nun stand das beschämende Ding wieder auf meiner Liste. Diesmal wohl überlegt zusammengestellt mit anderen Produkten des Haushaltsbereichs. Ich brauchte Putzmittel gegen Schimmel, Kalk, Rost, Blutflecken, Urinsteine, Dreck, Bakterien und gegen alles, was es sonst noch im gewöhnlichen Haushalt gab. Ich brauchte das alles nur, damit die Klobürste sich optisch den Bedingungen anpasste, denn das war genau die Konstellation, in der die Bürste kaum noch auffiel. Sie wurde dadurch ein normales Mittel zum Zweck, das den Haushalt erträglicher machte. 

Trotzdem hasste ich das Gefühl, dieses Teil JETZT kaufen zu müssen. Nachdem ich mir die Bürste unauffällig in den Korb holte, ignorierte ich sie und wurde erst wieder an sie erinnert, als ich sie forsch auf das vollbepackte Fließband legte. Die Kundin vor mir kaufte Schminke. So, wie es sich für eine anständige Frau gehörte. Eine Frau mit Stil und Sinn für Ästhetik. Mir kam es so vor, als würden alle Leute hinter mir mich misstrauisch anstarren und sich fragen, ob ich pervers wäre.

– Ja, ich bin pervers und diesmal sehen’s alle. Freut euch!

Erst, als ich die neue Bürste endgültig vor den neugierigen Blicken und dem heimlichen Spott der Anderen einstecken konnte, entspannte ich mich. Es war toll, als dieser Kaufprozess endlich abgeschlossen war und ich mich in nächster Zeit nicht mehr darum kümmern musste.

Wenn ich jemanden sehen würde, der eine Klobürste kauft, hätte ich sicher auch Probleme, meine damit verbundenen Gedanken abzuschalten und ich bin froh, dass ich nicht Kassiererin geworden bin. Weil dann würde ich wahrscheinlich nicht mehr hinter der Kasse sitzen, sondern im Knast der traurigen Humorlosigkeit.

…Und wenn ich mich daran erinnere, wie ich früher als Kind von meinem Vater getröstet wurde, ist es nur noch halb so schlimm, eine Klobürste zu kaufen: „Stell‘ dir andere Menschen/Feinde auf der Toilette vor und du hast keine Angst mehr vor ihnen. Die gehen auch nur sch*****.“

Urlaub mit Oma

Oban14

„Aua“, sagte ich genervt, als ich gegen Morgen aus dem Bett purzelte und mir den Kopf am robusten Nachttisch stieß. „Der Urlaub fängt ja gut an. Ich bin noch nie aus dem Bett gefallen.“
Meine Oma schaute mich amüsiert an, lachte aber nicht laut los, weil das nicht ihre Art war. Sie hielt sich selbst in komischen Situationen dezent zurück. „Hast du dir wehgetan?“, fragte sie mütterlich besorgt.
„Nur ein bisschen gestoßen. Fühlt sich an wie ’ne Beule“, sagte ich, während ich mit meinen Fingern vorsichtig die Stirn abtastete. Ich ging ins Bad und schaute prüfend in den Spiegel.
„Oh Mann, das sieht total dämlich aus. Total rot alles.“ Meine Oma konnte dazu nichts sagen, denn ohne Brille sah sie nicht besonders gut. Stattdessen wurde sie unruhig, weil gleich die Frühstückszeit unten im Saal begann. Ihre Nervosität war ansteckend, dauernd guckte sie auf ihre Uhr, die seit gestern stehengeblieben war. Aber ihre innere Uhr irrte sich nie.
„Wir müssen gleich los“, sagte sie und bewegte sich flott Richtung Tür.
„Ja, gleich. Ich muss mich doch erst mal anziehen. Du bist schon wieder viel zu früh fertig und zu schnell mit allem.“
Schnell kaschierte ich die rote Stelle an der Stirn mit Make-up und zog danach meine Schuhe an.
„Soll ich wieder den Zimmerschlüssel nehmen, Oma?“
„Ja, steck du ihn lieber ein.“
Dann betrachtete ich Oma, wie sie mit ihrer neuen, mit Vögeln verzierten Handtasche vor mir stand. Die hatte sie bei der Ankunft in Schottland gleich im ersten Gift-Shop gekauft und danach ihr Portemonnaie an der Kasse liegen lassen. Zum Glück hatte ich es noch mitbekommen und mir ihr Portemonnaie zur Sicherheit eingesteckt, damit das nicht noch einmal passierte. Ein Urlaub in Schottland war immer Omas größter Herzenswunsch gewesen, den sie sich lange nicht erfüllen konnte, da sie zu bescheiden war.
„Du schleppst schon wieder viel zu viel mit dir rum. Geld brauchst du jetzt eh nicht, Oma. Es ist schon alles bezahlt.“
„Ich nehme sie aber trotzdem mit. Man kann nie wissen.“ Danach gingen wir in den Speisesaal und gehörten wieder zu den ersten Gästen. Das Frühstück war wie immer typisch schottisch, aber wir gewöhnten uns bald daran, von ein paar Toastscheiben satt zu werden.
Anschließend ging es zurück ins Zimmer und wir beschlossen, nachher in die Stadt zu gehen, um uns ein paar Geschäfte anzuschauen. Oma fing an, ihre Tasche durchzusuchen und wurde immer ungeduldiger. „So klein diese Tasche auch ist, aber finden tut man trotzdem nichts.“
„Ja, Oma, das ist nichts Neues. Du verlegst ständig Sachen oder siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht.“
Oma wurde zunehmend vergesslicher und reagierte gereizt, wenn ich sie darauf ansprach, denn sie wollte es nicht wahrhaben. Lieber verdrängte sie es. Sie wollte das Wort ‚Alzheimer‘ nicht hören, da sie sich mit ihren 80 Jahren oft noch wie 25 fühlte.
Auf einmal starrte Oma mich mit weit aufgerissenen Augen an. „Ich wurde beklaut. Ich kann mein Portemonnaie nicht finden. Guck“, sagte sie und hielt mir ihre zerwühlte Tasche hin.
„Das kann doch nicht wahr sein. Das war bestimmt dieser Mann, der gestern in unserem Zimmer war. Der hat uns schon so beäugt.“
Ich musste grinsen. Oma sah Sachen, die nicht immer ganz der Wirklichkeit entsprachen.
„Der Mann war harmlos, Oma. Weißt du noch vorgestern, als du deine schicke Tasche gekauft hast? Erinnerst du dich, was da passiert ist?“
„Ich weiß es nicht mehr.“
„Du hast dein Portemonnaie an der Kasse liegen lassen.“
„Ach Gott! Dann hat es bestimmt schon jemand anders mitgenommen“, sagte sie völlig außer sich vor Angst, und Unbehagen machte sich in ihr breit.
Ich holte meine Handtasche aus der Ecke hervor, zauberte unbemerkt ihr Portemonnaie heraus und versteckte es mit einer Hand geschickt hinter meinem Rücken.
„Was willst du nun machen, Oma?“, fragte ich gespannt.
„Ich bin ganz starr vor Schreck und meine Gedanken sind wie weggeblasen.“
Oma wirkte tatsächlich wie ein Häufchen Elend, das in der Vergesslichkeit zu versinken drohte.
„Sieh mal, Oma.“ Ich holte das Portemonnaie aus rotem Krokodilleder und mit goldenem Verschluss hervor und überreichte es ihr.
„Ach Gott, wie bin ich glücklich. Da ist es ja!“ Ich sah die Erleichterung in ihren Augen und sie blitzten vor Freude. „Du bist ein Engel!“
„Ja, Oma. Deswegen behalte ich ab jetzt lieber dein Portemonnaie, damit so was nicht noch mal passiert und du es nicht wieder vergisst.“
Der Urlaub mit meiner Oma war sehr schön und wir erlebten viel. Sie blühte richtig auf, als sie den schottischen Regen zum ersten Mal auf ihrer Haut spürte. Sie fing an, vor Freude im Regen zu tanzen und lachte so unbeschwert wie seit Ewigkeiten nicht mehr. Oma war glücklich und ich hoffte, dass sie einen Großteil dieses Glückes wieder mit nach Hause nahm.
Ich war froh, dass ich ihren größten Wunsch endlich erfüllen konnte, bevor sie auch diesen vergessen würde.

Ein Tag Frühling

März

Als ich heute Morgen aufwachte, durchfluteten bereits warme Sonnenstrahlen mein Zimmer und in mir machte sich ein befreiendes Gefühl der Freude breit. Endlich Sonne, die ich seit Ewigkeiten nicht mehr so intensiv gespürt habe, weil sie hinter dicken Wolken schien und ihre Wärme verborgen blieb.

Ich war glücklich, mal keine dunklen Wolken zu sehen, denn das ständige Grau ging mir mittlerweile auf die Nerven und drückte negativ auf meine Stimmung. Jede Jahreszeit ist schön, aber zu viel Winter gefährdet meine Laune und legt mich lahm, vor allem emotional. Dabei habe ich als Kind den Winter geliebt und das nicht nur wegen der Schneeflocken. Eigentlich bin ich ein Winterkind. Allerdings ist davon nicht mehr viel übrig geblieben, bis auf den schlafenden Steinbock in mir, der nur noch als symbolisches Sternzeichen in Erscheinung tritt und nahezu passiv agiert.

Ich schaute aus dem Fenster und sah zum ersten Mal den zarten Frühling in diesem Jahr, obwohl er noch nicht begonnen hatte. Aber heute zeigte er sich für einen Tag in seiner ganzen Schönheit. Die Luft, die leicht durch mein angekipptes Fenster zog, war mild und sanft. Keine Spur von harter Kälte und schroffem Wind. Einige Vögel zwitscherten schon vereinzelt, die sich irgendwo in den Bäumen zwischen den anderen Häusern versteckten. Draußen liefen übermütige Leute im dünnen Pullover herum, als sei es völlig selbstverständlich und man konnte denken, dass es in den nächsten Tagen nicht anders sein würde. Denn heute war Frühling. Außerdem hörte ich kaum ein Auto auf der Straße. Alles war ungewöhnlich ruhig und friedlich, wie es sich für einen anständigen Sonntag gehörte.

Das helle Licht in meiner Wohnung sorgte für Tatendrang und das merkte ich unmittelbar nach dem Aufstehen. Alles ging viel leichter von der Hand und ich musste nicht lange nachdenken, ob ich heute z.B. putze oder nicht. Schließlich wurde der Staub von der Sonne gut erkennbar angestrahlt und zeigte mir die Schwachstellen in den Ecken, ohne meine Augen dabei anstrengen zu müssen. Alles war easy und machte Spaß, nichts kostete Überwindung oder gar Ärger. Ich schmiss den Haushalt mit Euphorie und Enthusiasmus.

Keine einzige Wolke war am Himmel zu sehen. Es gab nichts anderes, als die Farbe Blau, gefüllt mit Wärme und Licht. Wenigstens für einen Tag.

Als ich meine Balkontür öffnete, um Wäsche aufzuhängen, konnte ich es kaum fassen, wie warm es dort war. Durch die aufgestaute Wärme fühlte es sich an, als hätte mir der Hochsommer gerade einen flüchtigen Besuch abgestattet. Ich freute mich über diesen kurzen sommerlichen Vorgeschmack, der hoffentlich nicht mehr allzu lange auf sich warten ließ.

Ich atmete den Duft der frisch gewaschenen Wäsche ein, die angeblich nach Orchideen roch. Ja, es wurde Zeit, dass sich der Frühling blicken ließ, denn so viele Dinge sorgten für Sehnsucht. Wie der falsche Duft von künstlich hergestellten Blumenaromen aus dem Weichspüler.

Nach einer Tasse Kaffee, drängte sich der Aktivitätstrieb noch stärker in mir auf. Koffein und Sonne zeigten ihre energetische Wirkung und ließen mich nicht mehr still sitzen. Mir war jedoch auch ohne Kaffee klar, dass ich heute unbedingt raus musste. Ich als Fahrrad-Junkie hatte nur auf diesen Moment gewartet: Schönes Wetter, ohne viel Wind, der mir fies ins Gesicht pustete und versuchte, mich unlieb vom Fahrrad zu drücken. Ich hasste Wind von einer Stärke ab 21 km/h.

Was nur noch fehlte war witterungsangepasste Frühlings-Kleidung. Also entschied ich mich für Shorts aus Webstoff und blickdichten Leggings. Darüber ein T-Shirt mit Blumen und eine dünne Baumwolljacke in schwarz, um es nicht zu übertreiben. Für die Füße gab es diesmal ausnahmsweise flache Sportschuhe, die ich sonst nie trug. Die Strickmütze durfte heute zu Hause bleiben, auch wenn es mir anfangs schwerfiel, auf dieses Lieblingsstück zu verzichten. Ich dachte, dass sie nicht nötig war und mich der Wind in Ruhe ließ.

Es war ein tolles Gefühl, nach langer Zeit endlich wieder meine geliebte bernsteinfarbene Retro-Sonnenbrille aufzusetzen. Welch geiler Moment, anders war es nicht zu beschreiben. In meinem Bauch kribbelte es, als ob ich verliebt wäre. Dabei war es nur die Freiheit, die ich nun wieder umso mehr spüren und nutzen konnte. Endlich wieder frische Luft und Natur, die ich so sehr vermisste.

Ich wurde ungeduldig, als ich ein paar Minuten vor der roten Ampel warten musste. Heute stand sie gefühlsmäßig viel länger auf Rot, als sonst. Als endlich grün war, konnte ich es kaum erwarten, loszufahren. Die letzte Tour war zwei Monate her – es war eisig kalt und ich inhalierte nur nebelige Luft. Heute war es anders, an diesem sonnigen Frühlingstag.

Auch andere Leute zog es nach draußen. Sie hatten ebenfalls keine Lust, faul und vollgefressen auf der heimischen Couch vorm blöden Fernseher zu liegen. Richtig so. Nach einigen Metern merkte ich allerdings schon, wie stark der Wind von vorne kam und mir das Fahren erschwerte. Aber es war mir egal, dafür hatte ich auf dem Rückweg weniger zu tun. Der Wind schaffte es nicht, meine Motivation zu stoppen. Ich suchte schließlich keine Ausrede, um Sport raffiniert aus dem Wege zu gehen. Nach einer Weile vergaß ich den Wind sogar, denn durch die Musik aus meinen Ohrstöpseln konnte ich ihn gut ignorieren, obwohl er sie mir beinahe aus dem Ohr blies.

Um mich herum war kein Winter zu sehen. Kein Schnee im Gebüsch, kein Frost in der Luft und kein vereister See in der Nähe. Das Gras war grün, aber die Bäume waren leider noch etwas kahl und wurden nicht von prächtigen Baumkronen geschmückt. Aus dem Gras in den Vorgärten schauten kleine Schneeglöckchen hervor, die sich noch nicht richtig heraustrauten. Die Krokusse blieben mir noch vorenthalten, denn ich sah sie nicht oder ich war zu blind, in meiner Wintersmüdigkeit, die mich derzeit noch mit ihrer unangenehmen Gesellschaft bedrückt und mich erst dann verlässt, wenn der Frühling in voller Montur ist. Bitte bald.

Als ich nach einigen Stunden wieder zu Hause war, wurde es schon langsam dunkel. Es machte mich etwas traurig, als mir bewusst wurde, dass dieser schöne Tag nun zu Ende war und ich nicht wusste, wann die Sonne zurückkehrt. Ich schloss alle Fenster, denn auf die abendliche Abkühlung in meiner Wohnung wollte ich lieber verzichten. Nur im Schlafzimmer durfte sie bleiben. Danach machte ich mir einen Tee und als ich mich hinsetzte, sah ich, dass meine Hose ein Loch hatte. Wahrscheinlich wurde sie nun endgültig vom Sattel aufgescheuert. Die Hose hatte schon einige Jahreszeiten erlebt und diese Tour war wohl ihre Letzte.