Irgendwie wusste ich nie, was mich dazu getrieben hatte, dich im Internet anzuschreiben und dir Nachrichten zu schicken, die inhaltlich immer schmutziger wurden, je mehr Lust ich auf dich bekam. Dabei kannte ich dich nicht einmal persönlich, sondern nur unscheinbar aus der Ferne. Aber genau darin lag der Reiz. In der Unnahbarkeit, die sich kalt anfühlte, wenn sie nicht durch flüchtige Aufmerksamkeit für ungewisse Zeit erwärmt wurde.

Antworten erwartete ich nicht, schließlich schrieb ich dir, ohne zu wissen, ob du es willst und ohne zu wissen, was du davon hältst. Ich rechnete sogar mit Maßnahmen, wie Nachrichtensperre und allgemeine Blockierung. Dazu kam es netterweise nie, denn du warst geduldig mit mir und hattest mein teils aufdringliches Verhalten diplomatisch toleriert. Vielleicht wegen meines Alters und meiner naiven Unbefangenheit.

• Das Treffen

Bis wir uns überhaupt zu einem Treffen entschieden, verging sehr viel Zeit. Wir hatten es nicht eilig, denn uns lief nichts davon. Das Leben hatte uns geprägt und uns war klar, dass man nie zu viele und zu hohe Erwartungen haben durfte. Also genossen wir unser Leben vorerst getrennt und auch die Nachrichten, die wir uns schickten, folgten in unregelmäßigen Abständen. Wir fühlten uns voneinander angezogen, aber spürten nicht diesen Druck, gleich alles auf eine Karte zu setzen. Vielleicht lag es daran, dass wir beide zwei vielbeschäftigte Menschen waren, die ein unabhängiges Leben führten und daran, dass die private Situation es nicht zuließ. Nach langer Zeit und einigen Veränderungen in unseren Leben fanden wir jedoch eine passende Gelegenheit für ein Treffen und verabredeten uns. Ich konnte es kaum glauben und meine Vorfreude war unbeschreiblich, sodass ich jenem Tag sehnlichst entgegenfieberte. Mir war von vornherein klar, dass das mit uns nichts Normales werden könnte.

Nach langem Nachrichtenverkehr vereinbarten wir einen Treffpunkt. Ein feines Hotel direkt am Meer sollte es sein. Du wolltest nicht, dass ich mir wegen dir Umwege machte und deine Entscheidung fiel auf ein Fünf-Sterne-Hotel in meiner Nähe, welches du gut kanntest. Das Hotel befand sich in meinem Wohnort, in dem du bisher jedes Jahr den Sommerurlaub mit deiner Familie verbracht hattest. Deswegen waren dir die Umstände egal und nahmst einen Weg von 200 Km Autobahn auf dich, damit wir eine schöne Zeit haben konnten. (..Ausdruck..+++)

An diesem Abend war es soweit und ich bereitete mich den ganzen Tag darauf vor, indem ich mich zu Hause entspannte. Ich ließ den Tag ruhig angehen und versuchte, noch ein paar Stunden Schlaf nachzuholen, die mir in der letzten Nacht fehlten. Weil ich an dich dachte, wie in etlichen Nächten, die mich um den Schlaf brachten. Aber es störte mich nie, denn es war schön, dieses seltene Gefühl auszukosten. Oft malte ich mir in Gedanken aus, wie es sein würde, wenn wir uns zum ersten Mal sehen und stellte mir einige Situationen vor, vom Anfang bis zum Ende und manch eine Szene aus der Mitte. Ich hatte keine Zweifel, dass etwas schiefgehen könnte. Dafür war ich zu selbstbewusst verbunden mit einem leichten Hang zur Arroganz, die immer dann zum Vorschein kam, wenn ich mich besonders wohlfühlte.

Wir wussten schließlich die wichtigsten Dinge voneinander und schickten uns manchmal Bilder. Mit dem Unterschied, dass es von dir genug Bilder im Internet gab, denn dein Name war bekannt. Ich durfte mehr sehen, als nur die Bilder, die für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Ich erhielt privatere Einblicke in dein Leben und bekam auch mal einen Schnappschuss direkt nach dem Duschen. Du in Handtuch mit nassen Haaren, wobei das Handtuch nur locker um deine Hüften gewickelt war.

Auf dem Weg zum Hotel hätte ich vor Aufregung und Herzklopfen zusammenbrechen können. Erst seit diesem Tag wusste ich, wie sich Aufregung wirklich anfühlt. Sie fühlt sich toll an.

Ich wartete vor dem Hotel in Nähe des Eingangs. Die Luft war warm und das Meer rauschte im Hintergrund friedlich vor sich hin. Kurz zuvor trank ich an der Strandbar zwei Cocktails, um meine Aufregung einzudämmen.

Aber es brachte nichts. Ich spürte keine der Wirkungen, die sonst üblich waren und ich war trotz Alkohol genauso nüchtern wie ohne.

Innerlich war ich aufgeheizt ohne Ende und meine dünne Kleidung verschaffte mir nur mäßig Abkühlung.

Ich trug einen kurzen schwarzen Rock mit dezenter Spitze und ein dunkelblaues Shirt mit goldener Stickerei am Kragen. Wie immer sehr feminin und figurbetont. Hohe Schuhe und Schmuck durften natürlich nicht fehlen, um den Gesamteindruck komplett zu machen. Jedes Detail war auf den Look abgestimmt. Dem Zufall wurde nichts überlassen. Selbst die Wahl der richtigen Strumpfhose war keine Blitzentscheidung. Diese war auf jeden Fall nicht blickdicht. Ich schaute nach unten, um meine hauchdünne Strumpfhose auf Laufmaschen zu testen und betrachtete nebenbei auch gleich noch meine Figur. Mit den Händen Griff ich in meine Taille, die sehr schmal war und meinen Bauch tastete ich auch noch nach möglichen Problemzonen ab, die nicht vorhanden waren. Über meine Oberweite musste ich mir zum Glück keine Gedanken machen, davon hatte ich genug. Die Natur hat es gut mit mir gemeint.

Meine welligen Haare fielen offen über die Schultern und das Make-Up war verrucht. Ein roter Lippenstift betonte meine vollen Lippen und mein unschuldiger Blick wurde von Smokey-Eyes in der Light-Version umhüllt.

Mein Gesicht fühlte sich so warm und rot an, dass ich auf das Rouge hätte verzichten können. Vielleicht war der Alkohol doch nicht ganz unschuldig und ließ mir die Röte ins Gesicht steigen.

Ich fühlte mich wohl in meiner Haut und war zufrieden mit meinem Aussehen. Jetzt musste ich nur noch dir gefallen. Ich hatte keine Ahnung, welche Frauen dir gefallen und was dich persönlich schwach macht. Vielleicht hattest du bestimmte Vorlieben für Aussehen und Charaktereigenschaften. Aber darüber haben wir nie geredet, weil es sich nicht ergeben hat.

Wahrscheinlich hatte ich dich längst durch meine Art überzeugt und du hast das Schweigen bevorzugt, wie es richtige Männer tun.

Das weiße Hotel wurde durch viele Laternen hell erleuchtet und wirkte sehr einladend von außen. Man konnte erahnen, wie nobel es von innen erst sein würde. Umgeben wurde das Hotel von einer großen Parkanlage mit vielen Blumenrabatten und kleineren Häusern, die zum Hotel-Grundstück gehörten.

Mein Blick wanderte verträumt durch die Gegend und hielten an allem fest, was meine Aufmerksamkeit weckte. Schatten an den Fenstern, lachende Möwen und der sanft plätschernde Springbrunnen vor dem Eingangsbereich. Ich setzte mich dort hin und tauchte meine Hand ins Wasser. Es beruhigte mich und ich genoss diesen letzten Moment alleine in der allmählich untergehenden Sonne.

Ich schaute auf meine Armbanduhr, ich war viel zu früh am Treffpunkt. Aber es war okay, zu Hause wäre das Warten anstrengender gewesen und ich wäre in meiner Wohnung permanent ins Bad gelaufen, um mein Make-Up zu kontrollieren. Draußen an der frischen Luft fühlte ich mich freier und ungezwungener. Meine Aufregung hatte mehr Raum, um sich auszubreiten.

Nachdem ich einige Minuten in Gedanken vertieft auf den kühlen Steinen des Springbrunnens saß, kamst du in gelassenem Schritt elegant um die Ecke und hast mich mit einem freundlichen Lächeln begrüßt. Zuerst wusste ich gar nicht, was los ist. Plötzlich warst du da, wie aus dem Nichts. Auf einmal war er da, dieser Moment unserer ersten Begegnung.

Ich war nahezu geschockt, als ich dich sah. Du sahst unglaublich gut aus in deinem dunklen Anzug mit T-Shirt statt Hemd, ganz leger. Schwarze Kleidung an Männern ist wahnsinnig sexy. Außerdem warst du um einiges größer als erwartet, ich reichte dir bis an die Schultern. Mein Herz machte mächtige Sprünge, als ich dich sah. Diesen Zustand kannte es nicht mehr. Nun stieg mir die Röte umso stärker ins Gesicht. Ich freute mich sehr auf dich und war zugleich verlegen. Der erste Moment hat mich völlig aus der Bahn geworfen.

Zur Begrüßung umarmten wir uns innig, wobei ich mich fast in deinem Parfumgeruch verlor. Es roch exklusiv und unnahbar, es passte zu dir und unterstrich deine Aura.

Wir gingen an den Strand, der nur wenige Meter von uns entfernt war. Ein Spaziergang lockerte die Stimmung und wir konnten uns unterhalten. Da wir uns kaum richtig kannten, gab es eine Menge Gesprächsstoff. Ich zog meine hohen Schuhe aus, die hohen Absätze störten im Sand. Ich hoffte, dass meine Strumpfhose das auch heil überstehen würde.

Es gab viel zu erzählen und du warst mir sofort sympathisch. Dein Humor war ansteckend und die Art wie du geredet hast, war anziehend. Ich mochte den Klang deiner tiefen Stimme. Sie wirkte beruhigend auf mich und ich hörte dir gerne zu.

Wir verstanden uns so gut, dass es kein unangenehmes Schweigen in der Stille des Abends gab. Dann spürte ich auf einmal ein leichtes Pieken im rechten Fuß und konnte mir schon denken, woher das kam. Ich war auf eine spitze Muschel getreten und musste mich hinsetzen, weil es weh tat. Auch die vielen größeren Steine am Strand waren nicht immer angenehm, wenn man beim Barfußlaufen falsch auftrat und mit dem Fuß daran abrutschte. Ich konnte darüber nur lächeln, weil ich diese Erfahrung bereits oft gemacht habe, unvorteilhaft auf Muscheln und Steine zu treten. Selbst deine Anwesenheit konnte daran nichts ändern und auch du musstest über die Situation schmunzeln. Dennoch riss die kleine Muschel mir kein Loch in die Strumpfhose. Danke.

Es war schön, mit dir im kühlen Sand zu sitzen und das Meer vor sich zu haben. Dann legten wir uns nebeneinander in den Sand und genossen das Meeresrauschen, sowie die abendliche Briese. Wir waren alleine, andere Menschen waren weit und breit nicht zu sehen. Mir war immer noch sehr warm und ich konnte es nicht glauben, dass du nach über einem Jahr endlich neben mir lagst. Surrealistisch, aber wahr. Ich drehte mich langsam zu dir und schaute dich von der Seite an. Der Anblick brachte mich schnell auf andere Gedanken, dagegen konnte ich nichts machen. Schließlich fühlte ich mich schon vorher stark zu dir hingezogen.

Offensiv und selbstbewusst zu sein, war eine meiner Stärken. Ich nutzte sie und ging einen Schritt weiter. Ich schöpfte den Reiz der Aufregung aus und tat das, wonach ich mich sehnte. Mir stand nichts im Weg. Keine Scheu mehr, keine Verlustängste – nichts. Jetzt, wo du hier warst, war alles möglich und ich konnte meine schmutzigen Nachrichten, die ich dir schrieb, in die Realität umsetzen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Was hatten wir schon zu verlieren, bis auf unseren Verstand?

Ich rutschte immer näher an dich heran, bis es kaum einen Zwischenraum mehr gab. Du schienst nicht abgeneigt zu sein, da du mir nicht ausgewichen bist. Ganz im Gegenteil, du hast mein Verhalten erwidert. Das war das Einverständnis, dich küssen zu dürfen. Der erste Versuch war nur ein flüchtiges und vorsichtiges Herantasten an den eigentlichen Kuss. Ein kleiner sanfter Kuss auf die Wange, dann auf die Lippen. Kurzes Innehalten. Meine Hitzewallungen sagten mir, dass ich weitermachen sollte. Ein weiterer Kuss folgte, diesmal intensiver und fordernder. Ich merkte, dass es dich genauso sehr anmachte, wie mich. Du erwidertest den Kuss. In mir wurde es abwechselnd heiß und kalt. Ein Wechselbad der Gefühle. Was so ein einziger Kuss anrichten konnte! Alles um uns herum war wie ausgeblendet. Völlig vergessen, wo wir uns befanden, küssten wir uns wild weiter und konnten nicht mehr aufhören. Um dir noch näher zu kommen, legte ich mich auf dich. Wir küssten uns weiter und hatten gleichzeitig engeren Körperkontakt. Deine Hände landeten bei mir auf dem Po und meine Hände waren überall und nirgendwo. Ich konnte nicht mehr klar denken. Dein Anzug gab mir nicht gerade viel Freiraum für intime Berührungen und der Gürtel war die Grenze zwischen Gut und Böse. Durch deine Hose konnte ich deutlich deinen Ständer spüren. Während des Küssens rieb ich mich absichtlich daran und ließ es so wirken, als wäre es nur eine zufällige Berührung.

Als sich deine Hände plötzlich unter meinem Rock befanden, schlug ich vor, in ein Restaurant oder in eine Bar zu gehen, um die Situation etwas zu entschärfen. Es hatte mich heiß gemacht, aber eine Abkühlung war angebracht, sonst wären wir am Strand übereinander hergefallen, wie wir es fast eh schon taten. Klar hätten wir weitermachen können, nur war es nicht der passende Ort. Nicht heute, an diesem schönen und ersten Abend mit dir. Ich wollte ihn niveauvoller ausklingen lassen, auch, wenn ich alles andere als bieder und konservativ war.

Außerdem war das schicke Hotel bereits gebucht und es war ziemlich teuer. Irgendwann könnten wir immer noch die Nacht einsam am Strand verbringen.

Wir entschieden uns für eine Bar, da keiner von uns Appetit hatte. Einen anregenden Cocktail trinken und dann da weitermachen, wo wir aufgehört hatten, Wir gingen am Strand wieder zurück und redeten nicht viel. Ordentlich neben der Spur waren wir und ich war verschossen ohne Ende. Du hattest mich von Anfang an umgehauen, das schafften erfahrungsgemäß nur die Wenigsten und leicht zu haben war ich nicht. Mir fehlten die Worte und dir wahrscheinlich auch, weil du nun mit einem Ständer durch die Gegend laufen musstest. Es tat mir Leid.

In Nähe des Hotels gab es eine kleine Strandbar mit blauen Strandkörben zum Sitzen. Da es schon spät war, waren wir die einzigen Gäste. Lange würden wir uns dort nicht aufhalten, sodass sie ihre Bar bald schließen konnten. Wir bestellten uns jeweils einen Cocktail und suchten uns zwei Körbe, die ein bisschen abgelegener standen. Nun saßen wir uns direkt gegenüber und schon wieder hätte ich total rot werden können. Eine absolut heiße Situation. Dein Blick war noch leicht weggetreten von vorhin. Immer, wenn sich unsere Blicke trafen, lief mir ein heißkalter Schauer über den Rücken. Das war ein enorm überwältigender Moment. Deine Blicke hatten so viel Tiefe und dennoch strahlten viel Wärme aus. Durch dein Lächeln hattest du noch einen drauf gelegt. Du hattest definitiv eine sehr erotische Ausstrahlung und Charisma, ohne Zweifel.

• Ein kurzer Abstecher

Die Cocktails gaben ihr Bestes. Sie lockerten auf, sorgten für zunehmende Wärme und leichte Enthemmung. Das alles in einem ausgeglichenen Verhältnis. Meinetwegen hättest du dein Sakko schon ausziehen können.

Wir lachten viel über sinnloses Zeug und ließen den Abend langsam ausklingen. Eine lange Nacht wartete auf uns. Es blieb bei einem Cocktail. Danach zogen wir uns gediegen ins Hotel zurück. Ich verschaffte mir einen Überblick in der Suite, um zu sehen, was alles möglich ist. Mir gefiel es und ich fühlte mich wie zu Hause. Meine Ansprüche wurden abgedeckt. Du hattest einen guten Geschmack, diese Suite zu buchen. Ich war mehr als begeistert, das Date und die Location waren perfekt. In der Mini-Bar befand sich gekühlter Alkohol. Während ich mich umschaute, standest du die ganze Zeit dicht hinter mir. Als du deine Arme um meine Hüften schloßt, drehte ich mich zu dir um, deine Blicke fesselten mich mehr denn je. Es kam zum nächsten Kuss. Wir standen mitten im Schlafzimmer und küssten uns ausgiebig. Ich zog dir endlich dein Sakko aus, weil es mich nervte. Nun war klar, dass es nicht beim Küssen blieb. Auch Unterbrechungen würde es keine mehr geben. Wir waren ungestört und konnten machen, was wir wollten und wo wir wollten. Die Suite war groß genug, um sich auszutoben. Meine Hand wanderte unter dein Shirt.

Es wurde Zeit, dass wir uns in Richtung Bett bewegten. Schließlich stand es genau vor uns. Es war groß und weich, darin konnte man paar schöne Stunden verbringen. Egal, ob wach oder schlafend.

• Die Ruhe vor dem Sturm

Ich begleitete ihn an meiner Hand zum Bett. Er ließ sich wirklich gut leiten. Andersherum wäre es auch in Ordnung gewesen. Als wir auf dem Bett lagen, ging es ohne Pause weiter. Ich zog sein Shirt aus, weil auch das mittlerweile immens nervte. Er tat es mir gleich und half mir ebenso beim Ausziehen. Er zog mir das Shirt über den Kopf. Dabei löste sich meine Haarspange, die ich danach gleich entfernte und auf den Nachttisch legte. Nun waren meine Haare offen und hingen mir bis über die Schulter. Ich fand es super, endlich mal ein Date ohne Kerzen und anderen Kitsch. Dafür gedimmtes Licht und indirekte Beleuchtung in den Ecken. Die Reizwäsche kam darin richtig gut zur Geltung. Ich trug einen schwarzen Spitzen-BH mit dezenten Blüten in altrosé und eine Hotpants, die dazugehörte. Strapse hätten das erste Date eindeutig gesprengt. Aber eine Überlegung war es wert. Nächstes Mal.

Meine Hände strichen über seinen nackten Oberkörper, von der Brust über seine Arme bis hin zu den Fingerspitzen. Unsere Hände umschlossen sich, ließen wieder los und suchten ihren Weg an anderer Stelle. Sein Körper ließ mich schwach werden. Ich fand ihn sehr männlich und unübertroffen sexy. Da war ein ausgedehntes Vorspiel Pflicht, wo der Genuss im Vordergrund stand. Unser Vorspiel zog sich ewig in die Länge, so wie ich es mir wünschte. Wir wälzten uns minutenlang küssend auf dem Bett umher, wobei er längst schon wieder einen Ständer hatte. Innerlich musste ich grinsen, denn ich liebte es, zu spielen. Ich liebte es, Dinge hinauszuzögern, bis es nicht mehr ging. Und ich liebte es, Dinge auf die Spitze zu treiben. Wenn sich der Partner nicht dagegen wehrt, hat er Pech gehabt. Ich konnte ein richtiges Biest sein und das war ich gerne.

Also berührte ich ihn weiter ganz unschuldig und biss ihn nebenbei sanft in den Hals. Das war der Knackpunkt. Er bekam immer mehr Lust und ich auch. Er öffnete geschickt mit einer Hand meinen BH, als ich auf ihm lag und warf ihn neben das Bett. Daraufhin öffnete ich seinen Gürtel und zog seine Hose aus. Er konnte das nicht auf sich sitzen lassen und zog meinen Rock ebenfalls aus, damit wir Gleichstand hatten und niemand benachteiligt war. Unsere Körper sahen heiß aus in dem schummerigen Licht und sie waren es auch. Geballte Männlichkeit traf auf pure Weiblichkeit. Da wir noch Unterwäsche trugen, war der letzte Reiz noch nicht verschwunden. Unser Kuscheln ging in die letzte Etappe. Mein Körper kochte innerlich und mein Gesicht glühte. Sicher trug der Alkohol auch dazu bei. Dieses Gefühl der Lust hätte Stunden andauern können. In den nächsten Minuten würde ich endlich das kriegen, wonach ich mich lange gesehnt habe. Um mich herum verschwamm wieder alles. Ich nahm gar nichts mehr wahr, außer ihn. Das Gefühl des Kontrollverlustes verstärkte sich zunehmend. Ich spürte, dass es ihm auch so erging. Er lag inzwischen auf mir und küsste mich. Ich spürte seine Wärme und seinen Atem, der immer schwerer wurde. Seine Hände berührten mich überall, keine Stelle wurde ausgelassen. Dann fing er an, den Schlusspart einzuleiten, indem er mir das letzte Stück Unterwäsche auszog. Nun lag ich fast regungslos da, fernab von jener Realität. Das hatte mir noch gefehlt, jetzt war er am Zug. Ich konnte nichts machen, als alles, was er tat über mich ergehen zu lassen. Mist, ich steckte in der Opferrolle. Schnell stellte ich fest, wie reizvoll das sein kann. Er schaute mich von oben bis unten eingehend an. Ich versuchte, seinen Blicken zu entweichen, weil ich es nicht länger ertragen konnte und drehte meinen Kopf zur Seite. Ein Berg von Demut überrollte mich in dem Moment. Noch war es nicht soweit, wieder die Eigeninitiative zu ergreifen. Sondern ich wartete bereitwillig ab, was passiert. Er strich mit seinen Händen durch meine langen Haare und spielte mit einzelnen Strähnen. So ist es, wenn man jemanden um den Finger wickelt.

Dann legte er seinen Finger auf meine Lippen und öffnete sie zärtlich. Er hatte schöne große gepflegte Hände. Ich schaute ihn mit einem lasziven Lächeln an, weil ich das alles nicht fassen konnte. Innerlich kochte meine Lust inzwischen über und ich wollte mehr. Und zwar von ihm. Zeit für einen Rollentausch. Jetzt war er mal dran, das gefügige Opfer zu sein, das sich dem hingeben muss, was ich ihm antat. Endlich konnte ich wieder ungehemmt tun und lassen, was ich wollte. Ich zog seine Unterhose aus, die schon lange fällig war. Sein Ständer hatte darin kaum noch genug Platz. Einige Lusttropfen hatten ihren Weg nach draußen bereits gefunden. Ich massierte seine Füße und strich leicht über seine Beine, um ihn noch ein wenig mehr zu reizen.

• Nackte Tatsachen

Dann legte ich mich mit meinem ganzen Körper auf ihn und küsste ihn wieder leidenschaftlich auf den Mund. Nackt fühlte es sich inniger an. Seine Küsse erwiderten mein Verlangen. Ich spürte bei jeder meiner Bewegungen, wie sein Ständer aufdringlich gegen mich drückte. Nachdem wieder ein Lusttropfen die Freiheit suchte, beschloss ich, seiner Qual ein Ende zu setzen. Die BlowJobs waren mit das Beste am Sex und vervollständigten den Akt. Ich rutschte ein Stück herunter, leckte den Lusttropfen ab und blies ihm einen. Dabei nahm ich ihn ganz weit in den Mund bis er den weichen Gaumen berührte. Dann fing ich vorsichtig an, weiterzumachen. Ich umschloss seinen Ständer fest mit meinen Lippen und bewegte meinen Mund auf und ab. Zwischendurch umspielte ich ihn gefühlvoll mit meiner Zunge. Auch meine Hand kam zum Einsatz, sie unterstützte den BlowJob. In seinem Gesicht konnte seine Erregung erkennen. Er war außer sich. Eine Weile machte ich noch so weiter. Als er vor Lust zusammenzuckte, wusste ich, dass ich aufhören muss. Zwar hätte ich kein Problem damit gehabt, seinen Saft zu schlucken. Aber diesmal bevorzugte ich eher ein anderes Ende. Ich wollte das Gesamtpaket vom Anfang bis zum Ende. Das hieß: Sex. Von hinten und von vorne. Ein letzter fragender Blick war nicht mehr nötig, um zu wissen, ob er bereit ist. Als ich wieder auf ihm lag, hörte und spürte ich, wie schnell sein Herz schlug. Meinem Herz ging es ähnlich. Außerdem war seine Haut ganz warm und schwitzig. Sie fühlte sich an wie Samt.

Ich lag mit meinem Kopf genau über seinem und er hauchte seinen heißen Atem in mein Gesicht. Diesmal konnten wir unsere Blicke nicht voneinander lassen. Meine Arme umschlossen seinen Kopf und die Luft brannte gewaltig. Auf einmal schob er mich zur Seite und übernahm die Handlung. Wahrscheinlich hielt er diese besinnlichen Pausen nicht länger aus, denn ich zierte mich, den letzten Schritt zu gehen. In dem Augenblick dachte ich: Mach‘ mit mir was auch immer du willst, es ist mir egal. Ich war bereit, mich richtig durchficken zu lassen. Das brauchte ich gerade mehr als alles andere auf der Welt.

Ohne Worte legte er sich zwischen meine weit gespreizten Beine. Ich war so feucht, dass ich dachte, das Laken unter mir wäre nass. Als er mit einem Stoß tief in mich eindrang, war ich sofort in völliger Ekstase. Wie in einem unbeschreiblichen Rauschzustand, den ich zuvor noch nie erlebt hatte und der mir in dem Ausmaß fremd war. Eigentlich hätte es verboten werden müssen, ihn spüren zu dürfen. Ich fühlte mich machtlos gegenüber dem, was gerade geschah. Es war ein Zustand der alle Träume übertraf. Ich schloss die Augen. Er flüsterte mir etwas ins Ohr, aber ich verstand es nicht. Vielleicht wollte er wissen, ob alles in Ordnung ist. Mir wurde einmal kurz kalt, als sein Atem mein Ohr streifte. Meine Sinne reagierten hochsensibel auf jede Kleinigkeit. Ich fuhr mit meinen Händen durch seine Haare und strich liebevoll über seine Augenbrauen. Danach verweilten meine Hände auf seinen Schultern. Viel mehr als das konnte ich nicht mehr machen. Ich war komplett weg und würde mich so schnell nicht wiederfinden. Ihm erging es sicherlich ähnlich. Ich merkte, dass er glücklich war. Seine Augen waren geschlossen und er war vertieft im Akt der Leidenschaft. Es tat gut, richtig durchgefickt zu werden. Das Tempo variierte, mal langsamer, mal schneller. Ein Limit gab es nicht, ich hätte mir alles gefallen lassen. Wir beide hatten Spaß, das war die Hauptsache. Nach einiger Zeit deutete er einen Positionswechsel an. Ich konnte nur vermuten, was als Nächstes kommt. Er kniete sich hinter mich und somit ging es im DoggyStyle weiter. Daran hatte ich großen Gefallen. Das war genau das, was ich von ihm brauchte. Jetzt wurde es sehr rabiat zwischen uns. Dieser Kontrast zwischen zärtlich und hart war nahezu atemberaubend. So atemberaubend, dass ich kurz die Luft anhielt, als er es mir heftig von hinten besorgte. Ich krallte meine Finger in das Kopfkissen. Und auch mein Kopf verschwand teilweise darin, um mein Stöhnen zu unterdrücken. Das Hotel war zu edel, um die Stille durch lautes Stöhnen zu verschanden. Es fiel mir dennoch schwer, mich zusammenzureißen. Für mich war es eine Herausforderung. Er gab auch keinen Ton von sich. Er blieb dem Spruch treu: Ein richtiger Gentleman genießt und schweigt. In diesem Sinne passte es zu ihm. Der Sex mit ihm erfüllte mich vollkommen. All meine Bedürfnisse wurden ganz und gar befriedigt. Ich konnte mich nicht daran erinnern, schon mal besseren Sex gehabt zu haben. Er war ein toller Mann und im Bett bestätigte er den ersten Eindruck. Er hatte ein gutes Körpergefühl und zudem viel Selbstbewusstsein. Das machte ihn in allem umso attraktiver. Ich schätzte seine knallharte Art genauso wie seine herzliche Seite. Im Bett war er unberechenbar. Er nahm mich so lange von hinten, bis ich nicht mehr konnte. In der Stellung hielt ich es nicht aus, ohne bald aufschreien zu müssen. Es war ein zwiespältiges Gefühl. Lust und Leiden in einem. Ich gab ihm ein Zeichen. Daraufhin beschloss ich, die Sache langsam umzudrehen, indem ich mich auf ihn setzte. Meine Hände legte ich auf seine Brust, um besseren Halt zu haben. Unsere Lust steigerte sich stufenweise weiter nach oben. Wir befanden uns sichtlich erschöpft im Vollrausch. Mir ging es in dieser Nacht so gut wie noch nie, ich genoss jede einzelne Sekunde ohne an die Zukunft zu denken. Diese Nacht war ein Geschenk, was nicht ersetzt werden konnte.

Ich neigte mich zu ihm nach vorne, um ihn wieder zu küssen. Sein Anblick war so schön und verführerisch. Ich saugte mich förmlich an seinen Lippen fest und meine Zunge trieb ihr eigenes Spiel. Er spielte mit. Küssen und vögeln ist eine gute Kombination. Zwischendurch biss ich leicht an seiner Unterlippe oder an seinen Ohrläppchen, während sich meine Hände irgendwo an seinem Hals oder woanders befanden. Ich konnte nicht von ihm lassen. Auch nahm ich seine Finger in den Mund und lutschte daran, weil mich das scharf machte. Ich legte mich ganz dicht auf ihn, während ich ihn durchritt. Ein bestimmtes Tempo gab es auch bei mir nicht. Ich probierte alles durch. Langsam und bestimmt war genauso reizvoll wie schnell und unbefangen. Wir spielten ein sehr abwechslungsreiches Spiel miteinander, in dem es keinen Verlierer gab. Ich spürte, wie es in mir immer mehr glühte und mir extrem heiß wurde. Jetzt legte ich einen Gang zu und seinerseits bekam ich die Zustimmung, dass das eine gute Idee war. Ich hatte keine Ahnung, wie lange wir uns schon gegenseitig durchfickten. Das Zeitgefühl hatte ich verloren, wie meinen Verstand. Die Dinge spielten in der Nacht keine Rolle. Unser Treffen war zeitlos. Ich ritt ihn so lange durch, bis er zum Orgasmus kam. Es ging auf einmal alles so schnell, dass er nicht mehr dazu kam, sein Zeug in mein Gesicht zu spritzen. Es dauerte nicht lange, bis auch ich am Ende meiner Kräfte war und zum Höhepunkt des Abends kam. Das Gefühl war wahnsinnig befreiend. Die angestaute Lust fiel wie eine Last von mir. Jeder Orgasmus ist anders. Dieser war so anders, dass er unvergleichbar war. Er zog sich in Form einer riesigen sprudelnden Welle durch meinen Körper und nahm alles mit.

• Zuckerwatte danach

Danach fühlte ich mich wie in Watte gepackt und von tiefer Geborgenheit umhüllt. Eine Ohnmacht voller Glück folgte. Es gab nichts anderes als Glück und Befreiung. Ich legte mich schweigend an seine Seite. Mein Kopf an seine Schulter gelehnt. Glück brauchte keine Worte, der ganze Raum war damit erfüllt. Die Wellen zogen noch eine Weile angenehm durch meinen Körper und mein Intimbereich pulsierte in regelmäßigen Abständen.

Ich war zu schwach, um mir noch ein Getränk aus der Mini-Bar zu holen. Er schaffte es zumindest eine Zigarette zu rauchen, die er in vollen Zügen genoss, um runterzukommen. Ich fand selbst seinen qualmigen Atem erotisch, obwohl ich Nichtraucher war. Es passte zu ihm. Er war ein absoluter Genussmann mit gutem Stil, das machte ihn charmant.

Nach der Zigarette machte er das Licht aus und kündigte damit die Nachtruhe an. Wir schliefen dicht aneinander ein. Sein hörbares Atmen neben mir beruhigte mich zutiefst. Noch immer bestand eine Intensität an Wärme und Wohlbefinden in seiner Nähe. Er hatte eine unglaubliche Aura um sich, die mich in seinen Bann schlang. Wir beide mussten ungefähr zeitgleich eingeschlafen sein. Ich konnte mich nicht daran erinnern, lange wach gewesen zu sein. Am nächsten Morgen wachten wir in fast der gleich Position auf, in der wir eingeschlafen sind. Der Rest der Nacht verlief scheinbar viel unbewegter. Noch immer floss das Glück durch meinen Körper.

Trotz alledem beschlossen wir, es darauf beruhen zu lassen. Wir aßen nicht gemeinsam Frühstück.

Unsere Wege trennten sich nach dieser Nacht. Ob es eine einmalige Sache war oder ob es ein Wiedersehen geben würde, das stand ab da an in den Sternen. Das Schicksal würde die richtige Entscheidung treffen. Ich verlies mich darauf.

Unsere Verabschiedung endete in einer unschuldigen Umarmung und mit einem schüchternen Kuss auf den Mund. Er drehte sich um und zwinkerte mit einem Auge.

11/2013

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