Workaholic im Wald

Und da sitze ich nun, einsam im Wald und meditiere. Umgeben von dem hellen Grün der Bäume und der milden Waldluft mitten im Mai. Ich atme die Luft tief ein und spüre den Duft der Natur im ganzen Körper. Sie gibt mir neue Kraft und durchflutet mich mit Frische.

Um mich herum zwitschern versteckte Vögel, von deren Liedern ich noch nie etwas gehört habe und ich höre das sanfte Rascheln der Blätter, die sich in der Frühlingsluft leise bewegen. Diese Klänge sind viel schöner, als der Lärm der drängelnden Autos neben meinem Büro.

Ich schließe die Augen, um mich besser auf die Geräusche konzentrieren zu können, die diffus von allen Seiten auf mich niederrieseln. Manchmal erkenne ich die Geräusche nicht gleich und anfangs musste ich mich erst an das Piepen der Vogelkinder gewöhnen. Sie erinnerten mich an einen Tinitus, den ich oft nach der Arbeit bekam. Heute kann ich darüber nur lachen und genieße jedes Geräusch, das sich anders anhört, als das Tippen auf meiner lauten Tastatur. Mein Gehör ist schon viel sensibler für nicht-technische Reize geworden.

Der Baumstumpf unter mir wirkt beruhigend, die Sonne hat das Holz erwärmt und lässt seinen Geruch mit jedem Atemzug intensiv durch meine Nase strömen. Es riecht nach feucht warmen Gehölz. Ganz anders, als der Geruch meines verqualmten Büros und der fettigen Kantine unten im Kellergebäude.

Ich mag den Wald besonders gerne, nachdem es geregnet hat und wenn ein paar blau transparente Regentropfen von den Bäumen auf mich fallen. Ich schaue dabei zu, wie sich die Tröpfchen in den Stoff meines dunklen Jackets saugen. Oder wie sich die Tropfen im Licht der Sonne spiegeln. Bei dem Anblick erinnere ich mich an Momente meiner Kindheit – ich liebte den Regen und den Herbst. Mich zog es immer nach draußen, in Gummistiefeln und buntem Regencape. Plitsch platsch durch die Pfützen springen und voller Glück wieder nach Hause kommen. Und dreckig. Ich muss grinsen bei dem Gedanken. Wie gerne würde ich das wieder tun, aber mein erwachsener Verstand hat mich davon abgebracht.

Was sollen meine Kollegen von mir denken, wenn ihr Chef in der Mittagspause zum Kind wird und alle das sehen. Meine Autorität würde schwer darunter leiden. Wahrscheinlich würde ich dadurch aber für mehr Sympathie und Nähe sorgen. Dann könnte ich auf meine Krawatte und meinen Designeranzug verzichten.

Okay, Schluss mit dem Quatsch.

Die Meditation hat auf jeden Fall meine Fantasie bereichert.

Der Wald ist wie eine neue Welt für mich. Er steht für Freiheit und Reinheit. Hier kann ich mich entspannen und die Last des stressigen Alltags abwerfen. Ich kann mich mit der Natur verbinden und zu mir selber finden. Meinen Gedanken freien Lauf lassen. Vor allem ist es eine Flucht aus meinem Büro, nicht vor mir selber.

Ich gehe in jeder Mittagspause in den Wald, während meine Kollegen müde in die Kantine gehen und eingeschläfert wieder hinauskommen.

Diese wertvolle Erfahrung mit dem Wald habe ich meinem Arzt zu verdanken. Früher dachte ich immer, er wäre ein Zauberer oder der Weihnachtsmann. Er kennt mich nämlich schon seit meiner Kindheit. Darum sind seine Ratschläge besonders wichtig. Manchmal ist er sogar wie ein uralter Ersatzvater für mich. Ich habe großes Vertrauen zu ihm. Deshalb dringen seine Worte immer noch in mein Ohr, als er vor einigen Wochen sagte: „Sie müssen sich dringend mal entspannen. Wie soll das denn mit Ihnen weitergehen, wenn sie ständig schlapp sind und nie genug Schlaf abkriegen? Zwei Stunden sind in Ihrem Job wirklich zu wenig. Gucken Sie sich doch einmal an. So sieht kein glücklicher Chef aus, oder?“

Die letzten Worte unseres langen Gesprächs waren: „Gehen Sie in den Wald und hören, was er Ihnen zu sagen hat.“

Ich bin ihm sehr dankbar für diese wertvollen Worte. Glück kann man tatsächlich nicht kaufen. Die Internet-Einkäufe in den Pausen hätte ich mir also sparen können.

Be happy day 

Wenn die Stimmung mal aus unrealistischen Gründen im Keller ist, zieh dich wenigstens richtig an.

After work.

Immer lässig bleiben,..nach der Nachtschicht. Draußen ist es kühl,..die Sonne scheint…und ich würde lieber im Dunkeln nach Hause fahren.

Der abendliche Wahnsinn

Love

Leider wie eine Sucht, diese glitzernde Welt der Einhörner.

Schoko-Pizza

Ein Tag, der es wert ist, zu sündigen. Die Pizza spaltet die Meinungen, aber ich fand sie sehr lecker. Sie macht satt und stillt den Schoko-Hunger. 

Lecker Einhornfrühstück

Einhorn auf’s Brot!

Heute entdeckt und sofort verliebt…Freue mich auf das Magic Breakfast morgen…

Coffeetime

Die letzten 6 Stunden vorm Urlaub. Und dann geht es hoffentlich in die Sonne.

Genmanipulierte Riesen-Radieschen?

Eigentlich achte ich sehr darauf, was ich esse. Bio, Feinkost, Gourmet, vegan, vegetarisch – all das sind appetitliche Lebensmittelbezeichnungen, nach denen ich bewusst Ausschau halte und mich darüber freue. Preis egal, Hauptsache die Qualität stimmt und es ist gesund. Schmecken tut es mir sowieso, da bin ich völlig unkompliziert. Bisher gab es nichts, was ich eklig fand. Selbst vegetarische Bratwürste schmecken ‚echt‘, wie ich letzte Woche herausgestellt habe. Von daher alles super und ich vermisse nichts. Bestimmte Dinge habe ich eh schon immer selten oder fast nie gegessen, z.B. Eier. Deswegen fehlen mir viele Sachen auch überhaupt nicht. Und Milch trinke ich auch seit fünf Jahren nicht mehr. 

Gestern lief ich allerdings an diesen riesigen Radieschen vorbei und ich konnte mir schon denken, warum die so groß geworden sind. Gentechnik, die fast überall drin ist und wenn nicht das, dann andere Schadstoffe. Aber da ich nun auch kein Extremmensch bin und in Sachen Essen auch mal eine Ausnahme mache (außer Fleisch), habe ich diese Radieschen in den Korb gepackt. Weil ich Radieschen liebe.

Und sie schmecken echt lecker. Ich würde nicht sagen, dass ich mich nun deswegen in einem angespannten Ernährungsdilemma befinde. Ich bin kein Hardcore-Veganer, und kein freakiger Gesundheitsextremist, der nur Bio frisst. Manchmal will ich auch Pizza essen – und tue es.

Ich lebe zu 85% gesund und zu 15% ungesund. An Ostern habe ich sogar normale Vollmilchschokolade gegessen. Aber danach nicht mehr. Weil es mir besser geht, wenn ich das auf Dauer nicht tue. Ich fühle mich fitter, wenn ich auf ‚Giftware‘ verzichte, denn die meisten Lebensmittel zerstören einen mehr, als man denkt.