…sometimes

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Weiße Gestalt…

​​…am Lago Maggiore sagt ‚hallo‘ 😂

Nach dem Berlin-Trip

…wurde ich blockiert.

Nun geht es mir besser.

Cats on Tour

 

Bomber-Cat  

 

Tussi-Cat

 

Helicopter-Cat

Teure Geschenke…

 …müssen nicht groß sein. 

   
 

Klobürstenkauf

Manche Einkäufe sind unangenehm. Vor allem die, bei denen es um die natürlichsten Dinge des Lebens geht. Dazu gehören auch die intimen Grundbedürfnisse hinter verschlossenen Türen, von denen am besten nie einer etwas erfahren sollte: Ausscheidung. Jeder tut es – keiner macht es. Zumindest nicht offiziell und schon gar nicht Frauen, weil es geheime Tatsachen sind. Denn alles, was auf der Toilette geschieht, geht niemandem etwas an. Schon gar nicht fremden Menschen. 

Aber was ist, wenn man auf einmal dazu gezwungen wird, seine Privatsphäre in der Öffentlichkeit bloßzustellen?

Früher als Teenie war es mir peinlich, als ich einmal ein Big-Pack Klopapier und Joghurt kaufte. Mehr nicht. Beim Einkaufen hatte ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht, aber als die beiden Teile so verloren auf dem langen Fließband lagen und alle Leute vor mir nur Lebensmittel kauften, war der Anblick schon ein bisschen absurd. Mir wurde plötzlich klar, dass die Kombi aus Klopapier und Joghurt ziemlich doof gewählt war. Besonders, wenn man dabei an die Trenderscheinung Laktoseintoleranz dachte. (Nein, damals kaufte ich noch keinen Soya-Joghurt, so, wie es heute in und die Laktoseintoleranz wieder out ist.)

Ich hoffte einfach, dass den anderen Leuten das nicht auffiel und sie erwachsener dachten, als ich. Insgeheim musste ich mir außerdem sehr das Lachen verkneifen, weil es einfach nur scheiße lustig aussah, wie der Joghurt mitten auf dem Klopapier stand und auf dem Fließband ruckartig geradeaus zum Ziel fuhr.

Nach dieser Erfahrung überlegte ich genauer, wann, wie und womit ich Klopapier kaufte. Bis es mir irgendwann völlig egal wurde. Wenn ich heute andere Leute beobachte, habe ich das Gefühl, dass nie jemand Klopapier kauft. Außer ich. 

Nach Klopapier gibt es noch eine Steigerung: Klobürste. Das nächste Level der äußeren Unannehmlichkeiten. Solche Käufe gehören zu meinen aktuellsten Herausforderungen und das, obwohl ich inzwischen 10 Jahre älter bin und mir nichts mehr peinlich sein müsste.

Und heute war es soweit. Lange genug stand die Klobürste auf meiner Einkaufsliste und lange genug verzögerte ich diesen speziellen Kauf. Es war auch nicht wichtig, ich teile meine Wohnung mit niemandem und die Bürste sah noch gut aus. Sie hatte nur geringfügige Verschleißerscheinungen vom Wasser und hatte sich um eine Nuance verfärbt. Vom Rost, der es irgendwie schaffte, sich in die Kunststoffborsten zu beißen.

Schon vor einem Monat wollte ich die Klobürste kaufen. Aber da hat der Rest der Ware nicht gestimmt. Zwischen Kosmetik-Produkten und Schminke hätte sie nichts zu suchen gehabt. Das hätte nicht zum Image gepasst. Nicht zur Ware und nicht zu mir. 

Alle hätten sich wahrscheinlich gefragt, warum ich eine Klobürste brauche? Geht dieses Püppchen etwa auf Klo? Die ist ja eklig. Bäh.

Also hatte ich einen perfekten Grund, den Kauf zu verschieben und war für gewisse Zeit erleichtert.

Nun stand das beschämende Ding wieder auf meiner Liste. Diesmal wohl überlegt zusammengestellt mit anderen Produkten des Haushaltsbereichs. Ich brauchte Putzmittel gegen Schimmel, Kalk, Rost, Blutflecken, Urinsteine, Dreck, Bakterien und gegen alles, was es sonst noch im gewöhnlichen Haushalt gab. Ich brauchte das alles nur, damit die Klobürste sich optisch den Bedingungen anpasste, denn das war genau die Konstellation, in der die Bürste kaum noch auffiel. Sie wurde dadurch ein normales Mittel zum Zweck, das den Haushalt erträglicher machte. 

Trotzdem hasste ich das Gefühl, dieses Teil JETZT kaufen zu müssen. Nachdem ich mir die Bürste unauffällig in den Korb holte, ignorierte ich sie und wurde erst wieder an sie erinnert, als ich sie forsch auf das vollbepackte Fließband legte. Die Kundin vor mir kaufte Schminke. So, wie es sich für eine anständige Frau gehörte. Eine Frau mit Stil und Sinn für Ästhetik. Mir kam es so vor, als würden alle Leute hinter mir mich misstrauisch anstarren und sich fragen, ob ich pervers wäre.

– Ja, ich bin pervers und diesmal sehen’s alle. Freut euch!

Erst, als ich die neue Bürste endgültig vor den neugierigen Blicken und dem heimlichen Spott der Anderen einstecken konnte, entspannte ich mich. Es war toll, als dieser Kaufprozess endlich abgeschlossen war und ich mich in nächster Zeit nicht mehr darum kümmern musste.

Wenn ich jemanden sehen würde, der eine Klobürste kauft, hätte ich sicher auch Probleme, meine damit verbundenen Gedanken abzuschalten und ich bin froh, dass ich nicht Kassiererin geworden bin. Weil dann würde ich wahrscheinlich nicht mehr hinter der Kasse sitzen, sondern im Knast der traurigen Humorlosigkeit.

…Und wenn ich mich daran erinnere, wie ich früher als Kind von meinem Vater getröstet wurde, ist es nur noch halb so schlimm, eine Klobürste zu kaufen: „Stell‘ dir andere Menschen/Feinde auf der Toilette vor und du hast keine Angst mehr vor ihnen. Die gehen auch nur sch*****.“

Wie man dem Osterhasen seine Eier klaut – ein romantisches Ostermärchen

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Es waren einmal zwei menschliche Wesen. Ein Osterhase, der in seiner versteckten Hasenhöhle körperlich schwer arbeiten musste, um immer wieder neuen Eierlikör produzieren zu können oder auch manchmal als Zogger unterwegs war, um wieder runterzukommen von all der Last.

Und eine DramaQueen, die auf Grund eines krassen Unfalls als Autorin und Escort-Lady arbeitete, weil sie ihr Leben dem Osterhasen schenken wollte. Aber er lehnte ab, denn er war zu bescheiden für so viel Großzügigkeit.
Diese beiden liebenswerten Wesen lebten seit längerer Zeit getrennt voneinander und hatten nur selten Kontakt, weil sie lange schrecklich verstritten waren und sich nicht mehr mochten. Obwohl sie sich früher gerne zu Ostern besuchten und sich mit niedlichen selbstgebastelten Geschenken überraschten. Oder auch im Sommer, wenn es warm war und sie draußen miteinander spielen konnten bis es dunkel wurde und ihnen der Mond leise zuflüsterte, dass sie ins Bett mussten.
Eines Tages brachen andere Zeiten auf, als die Spätsommersonne sich langsam senkte und im Meer verschwand. Die Möwen flogen wild durch die Luft, sie ahnten, dass die Apokalypse naht. Beide fanden neue Spielpartner, die auch erstmal ganz toll waren und mit denen sie sich nun munter vergnügten und glücklich waren. So schien es jedenfalls.
Aber hin und wieder träumten die beiden von ganz anderen Dingen und teilten in gewissen Abständen ihre versauten Phantasien den anderen via Facebook mit. Anders ließ sich der Kontakt nicht mehr aufrecht erhalten, weil die Handynummern längst verloschen waren. Eine höhere Instanz des Himmels, die hinter den Regenwolken wohnte, hatte sie gelöscht. Einfach so!

Der Osterhase war sehr schick anzusehen.
Er hat goldblondes Fell, welches in der Sonne funkelte und sich zart über seinen trainierten Körper zog. Ganz anders, als bei all den anderen Hasen die beschwingt durch den Frühling hoppelten und auf der Wiese singend tanzten.
Sein gesamtes Erscheinungsbild wirkte sehr leger und die Eier hingen locker in der Hose, manchmal auch heraus. Das war ganz von seiner jeweiligen Stimmung abhängig.
Er war sehr groß und hatte wunderschöne blau-grüne Augen, die man woanders niemals fand und einem Smaragd ähnelten. Sein Blick war intensiv und gefährlich, weil er pure Hornykeit ausdrückte und seine Augen vor Wollust glitzerten.
Was ebenso schön an ihm war, war sein Bart, der wie kleine Stecknädelchen piekte und einem beim Küssen sanft Erröten ließ, weil er so schroff an der Haut glitt. Gesichtsbehaarung kratzte beim Küssen angenehm, war kuschelig und verlieh ein Gefühl von Geborgenheit. Und Männlichkeit. Wichtige Fucktoren bei einem Osterhasen.
Und sein Hals war ebenso schön. Ohne Begründung.
Seiner Stimme konnte man den ganzen Tag lauschen, sie verschlug so manchem Wesen beim Zuhören den Atem. Unglaublich verführerisch.
Außerdem waren viele bunte Bildchen auf seinem Körper verteilt, die nicht nur aufgeklebt waren. Die an seinem rechten Arm waren besonders anschauenswert. Dort waren böse Tiere drauf, die der Osterhase alle selber erlegt hatte. Die Schlange hätte ihm fast das Leben gekostet. Aber der Osterhase konnte sie im letzten Moment noch töten und auffressen. Danach war er voller Blut, welches bis jetzt seinen linken oder rechten Fuß zierte. Und sogar ein kleiner Fuchs kam aus seinem Fuß, er hatte sich dort ein kleines Nest gebaut, um Obhut zu finden.
Sein Geruch war unwiderstehlich, natürlich und anziehend. Er roch nach Liebe, Sonne, Moos, Penner, Gras, Feld, Sex, Wiese, ein bisschen nach Pusteblumen und frischen Eiern aus dem Osternest, die er jeden Tag dort liebevoll hineinlegte. Auch ein bisschen nach Eisenbahn, denn das war das Gefährt, mit dem er oft reiste um seine vielen lustigen Freunde zu besuchen, die in einer fernen Stadt in kleinen Häuschen wohnten.
Und zum Schluss: Sein Zuckerguss, der bei Erregung aus seinem Schwanz tropfte, war etwas ganz Besonderes. Unvergleichbar in seinem einmaligen Aroma. Im Geschmack wie auch im Geruch.

Die DramaQueen wäre wegen eines dramatischen Unfalls eigentlich längst tot, wenn ihr höhere Mächte nicht zurück ins Leben geholfen hätten. Ihr Geist vermutete, dass sie wohl doch noch gebraucht wurde und sprach im Appell zu ihr: ‚Komm zurück, liebes Mädchen! Der Osterhase wartet auf dich! Du sollst ihm einen saftigen Eierkuchen backen, in einer Pfanne aus eisernem Guss.‘
Nach einigen Monaten der Heilung und Erholung war sie ebenso schick anzusehen. Besser als vorher – der nahende Tod hatte Wirkung gezeigt.
Sie hatte ein riesengroßes Tuning und eine ordentliche Gehirnwäsche hinter sich.
Einst war sie eine hoffnungslose Baustelle, aber nach diesem mühseligen Feinschliff glänzte sie wie ein Diamant, auch im Schatten der Baumkronen. Innerlich wie äußerlich.
Die Umstände haben sie zutiefst verändert und über ihre grausame Vergangenheit als armes Bettlermädchen legte sich ein großer Schatten.
Bei dem Osterhasen hatte sie sich einst viele Chancen erbettelt. Aber der Osterhase warf sie gnadenlos von sich, denn sie hat sich nie genug angestrengt, um seinen geheimnisvollen Ansprüchen zu genügen.
Doch nun fühlte sie sich wohl in ihrer aufgepimpten Haut, die sie sich teuer verdienen musste. Das Mädchen war sehr schlau und wusste, wie man sich mit Lust und Freude Geld anschafft.
Sie war ein sehr freilebiges und freiliebiges junges Mädchen, die sich in den letzten Monaten zum Guten entwickelt und ihr Image gewechselt hatte, was sie für nötig hielt, da sie keinen Bock mehr auf ihr altes Leben hatte und neue Erfahrungen sammeln wollte.
Sie hatte schulterlange kupferrote Haare, die sie meist wellig oder gar lockig trug. Das unterstrich ihre wilde Seite und passte perfekt zu ihrer blassen samtweichen Haut und ihren glasgrünen Augen.
Ihre Lippen – oben wie auch unten – waren voll und kirschrot.
Zudem war sie immer hübsch gekleidet, womit sie die Blicke der Kundschaft auf sich und sie zugleich in ihren zauberhaften Bann zog.
Sie bevorzugte kurze Röckchen und feine Strumpfhosen, die nicht blickdicht waren.
Obenrum durfte es gerne sinnlich sein, mit viel Spitze, schwarz und sehr figurbetont, denn ihre Brüste konnten sich sehen lassen, sowie der Rest ihres zierlichen Körpers.
Sie legte Wert auf feminine Schnitte, die ihre erotische Ausstrahlung noch mehr zur Geltung brachten. Und sie liebte Parfum über alles. Aber ihr Geruch von Sex übertönte alles.
In ihrem alten Vintage-Schrank hingen viele Kleidchen und unzählig viele Dessous lagen in einer großen Kiste mit Blumenmuster.
Am liebsten mochte sie aber ihren schwarzen Mantel mit den vergoldeten Knöpfen.
Sie war ein überaus kreatives Mädchen, das von Ideen und Wünschen getrieben war.
In ihren Berufen konnte sie sich deshalb wunderbar ausleben und war erfolgreich mit ihrer Kunst.

Der Osterhase und die DramaQueen waren also keine langweiligen Wesen – nicht so, wie es sonst oft üblich war.
Beide hatten ihre Vor- und Nachzüge. Wobei die Nachzüge nun immer mehr in den Hintergrund rückten, da sie aus ihren Fehlern lernten und diese niemals wiederholen würden. Schon gar nicht DramaQueen!
Nach langer Zeit wuchs Gras über die ganze Sache. Es kam nicht mehr zum Streit, kein Stress und beide verstanden sich wieder besser, mit Steigerungspotential.
Sie kamen sich zögerlich näher. Eine zarte Frühlingsblume erwachte und wuchs heran.
Die DramaQueen war inzwischen geheilt von all ihrem Kummer, den sie dem Osterhasen damals zu verdanken hatte. Er hat sie kaputt gemacht und ihre bunten Hoffnungen zerstört. Er hat all ihre Schmetterlinge brutal mit einem Küchenmesser umgebracht, die er aber nicht als Bildchen auf seinem Körper trug.
Ihr zersplittertes Herz konnte nach einiger Zeit der Trauer endlich wieder zusammenwachsen und die Gedanken in ihrem Kopf wurden klar, wie das Wasser eines Bergflusses.
All die Nebelwolken verschwanden ins Nirgendwo und kamen nie mehr zurück.
Jetzt war sie sogar froh über diese schlimme Erfahrung. Das hat sie nur noch mehr gestärkt! Der Osterhase hat ihr sehr geholfen und sie war ihm unendlich dankbar.
Und weil nun alles wieder supi war, konnten die beiden wieder ganz normal über Facebook miteinander unbeschwert reden, mit vielen lustigen Smilies und anderen bedeutungsvollen Symbolen. Sein Lieblingswort war hrrhrr.
Die DramaQueen hatte nicht vor, die neue Spiel-Freundin vom Osterhasen zu entfernen. Nein, diese Gedanken kamen überhaupt nicht auf. Dafür sorgte der Osterhase nämlich schon selber auf eigene Verantwortung. Und das kam so: Die DramaQueen schrieb dem Osterhasen einen langen Brief und schickte ihn schüchtern in sein Email-Postfach.
Der Osterhase freute sich riesig darüber und ihm wurde sofort ganz anders im Kopf und in der Hose. Glücksgefühle machten sich breit und der Osterhase erlebte das schönste Osterfest seines Lebens.

Fortsetzung zensiert. Gibt’s eventuell auf Nachfrage.

Osterhase macht Pause   dsc_9241 boeser-osterhase-2-496x650