Eine Ballade an den Keks

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Auf meinem Tisch, da liegst nur du
Noch ahnst du nicht, was ich gleich mit dir tu‘.
Alles scheint dir so wie immer
Doch auf der Erde bist du bald nimmer.
Du bist so klein, so krümelig fein
Findest es toll, ein süßer Keks zu sein.
Bedeckt mit vielen samtigen Schockoflocken
So lässt du schnell an dich locken.
Es wird immer später,
Und über dir lauert der hungrige Täter.
Ein unheimliches Knurren erfüllt den Raum,
Du denkst, Oh mein Gott, was ist das – hoffentlich nur ein Traum!
Du kleiner Keks, da hockst du nun,
Ganz unruhig, kannst nicht ruh’n.
Deine Freunde sind schon alle tot,
Verschlungen in großer Not.
Bald wirst du sie alle wiederseh’n,
Nur werden bis dahin einige Stunden vergeh’n.
Dir gefiel dein Leben als kleiner Keks,
Möchtest dich nicht hergeben, keineswegs.
Würdest am liebsten weghüpfen,
Schnell in ein sicheres Versteck schlüpfen.
Doch bald ist es zu spät,
Dein Alptraum wird harte Realität.
Ein Gesicht – ein Mund nähert sich,
Nun ist es gleich aus für dich.
Du schließst deine kleinen Krümelaugen,
Bevor weiche Lippen sich an dich saugen, dir deinen pfeffrigen Atem rauben.
Das war dein Leben, schön und kurz –
Aber so ist es eben, noch bleibt es einen Moment an des Täters Zähnen kleben.

 

 

 

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